1971
24. März 1971
Die Boeing 747-200 HB-IGA der Swissair landet erstmals auf dem Flughafen Basel-Mulhouse und läutet auch hier das Zeitalter der Grossraumflugzeuge ein. Mehr als 8’000 Schaulustige pilgern zum Flughafen Basel-Mulhouse.
1. April 1971
Anfangs April 1971 erhält die im Vorjahr gegründete Phoenix Airways ihre fabrikneue BAC 111-500 One-Eleven HB-ITL.
14. Juli 1971
Die Zeiten der Airspeed AS.57 Ambassador gehen in Basel-Mulhouse definitiv zu Ende, mit der letzten Landung einer Ambassador der Dan-Air London.
Mai 1971
Die französische Rousseau Aviation nimmt mit ihren Nord 262 eine Tagesrandverbindung von und nach Metz und Lille auf.
Juni 1971
Im Juni 1971 werden erstmals mehr 100'000 Passagiere in einem einzigen Monat gezählt.
26. September 1971
Die erste Vorlage zur Verlängerung der Hauptpiste wird vom baselstädtischen Stimmvolk mit 25'547 Nein gegen 21'329 Ja verworfen.
8. Oktober 1971
40 Vertreter der Internationalen Vereinigung von Chartergesellschaften, die im Vorjahr gegründet wurde, erörtern auf dem Flughafen Basel-Mulhouse betriebswirtschaftliche Probleme.
31. Oktober
Balair stellt ihre im Auftrag der Swissair durchgeführten Linienflüge ein. Die drei verbliebenen Fokker F27 Friendship werden zum Verkauf ausgeschrieben.
2. Dezember 1971
Auf einem Frachtflug landet letztmals eine Vickers Viking in Basel-Mulhouse. Das Flugzeug gehört der Transports Aériens Réunis (TAR).
14. bis 19. Dezember 1971
Basel-Mulhouse ist in diesen Tagen oft der einzige nebenfreie Flughafen in Mitteleuropa. Gemäss Pressemeldungen bringen über 50 verschiedene Fluggesellschaften rund 30'000 Passagiere sowie etwa 400 Tonnen Fracht nach Basel-Mulhouse. Mehr als 500 zusätzliche Bewegungen (Starts und Landungen) werden gezählt.
1972
19. Januar 1972
Für humanitäre Einsätze in Indien mietet Balair von Jet Aviation die Douglas DC-6B HB-IBW, welche zuletzt bei TF Cargo und Elbeflug im Einsatz stand.
Februar 1972
Anfangs Februar fliegt Invicta International wegen eines landesweiten Streiks der britischen Kohlenarbeiter eine Ladung Kerzen nach Manchester.
29. März 1972
Phoenix Airways übernimmt die gemietete Boeing 707-131 N732TW. Am 2. November 1972 wird sie durch die eigene HB-IEG abgelöst, eine Maschine des gleichen Typs, jedoch mit Frachttor.
1. April 1972
Die skandinavische SAS eröffnet eine Linienverbindung von Genf via Basel-Mulhouse und Kopenhagen nach Stockholm. Eingesetzt werden Douglas DC-9-41.
Mai 1972
Ab dem 17. Mai betreibt BAF British Air Ferries wieder mehrmals wöchentlich eine Autofähre nach Southend-on-Sea. Vorerst werden Canadair CL-44 eingesetzt, bald danach wieder die bewährten Aviation Traders ATL.98 Carvair.
13. Juli 1972
Während eines Testfluges landet erstmals der Prototyp der neuen Sud Aviation Caravelle 12 in Basel-Mulhouse.
August 1972
TIA Trans International führt im August mit Douglas DC-8-61 mehrere Sonderflüge in die USA durch.
1. November 1972
Das Nachtflugverbot wird eingeführt. Starts sind nur noch von sechs Uhr morgens bis Mitternacht erlaubt, Landungen von fünf Uhr morgens bis Mitternacht. Spezialbewilligungen erhalten die drei werktäglichen Postkurse der Swissair und der Air France.
1973
8. Februar 1973
Die Swissair präsentiert ihre neue Douglas DC-10-30 HB-IHA.
1. April 1973
Mit Beginn des Sommerflugplans bedienen Swissair und Sabena die Linien nach Brüssel gemeinsam. Swissair setzt Douglas DC-9-32 ein, Sabena ihre Boeing 727-100C und Sud Aviation Caravelle 6N..
10. April 1973
An diesem Tag ereignet sich die bisher grösste Flugkatastrophe auf Schweizer Gebiet. Eine Vickers Vanguard der britischen Invicta International verfehlt den Anflug in Basel-Mulhouse und stürzt bei Hochwald (SO) ab.
Juni 1973
Im Juni richtet die Flughafendirektion im Ankunftsbereich eine informative Tonbildschau über den Flughafen ein. In einem dazu laufenden Wettbewerb können Inlandflüge mit der Swissair gewonnen werden.
11. Juli 1973
Erstmals landet eine Lockheed L-1011 TriStar auf unserem Flugplatz. Die britische Court Line setzt sie anstelle von zwei BAC 111-500 ein.
17. Oktober 1973
Balair ersetzt ihre im Auftrag der Vereinten Nationen (UNO) ab Jerusalem eingesetzte Douglas DC-3 HB-ITD durch die von der französischen Euralair erworbene Fokker F27 Friendship HB-AAZ.
November 1973
ASA African Safari Airways fliegt erstmals mit ihrer von KLM erworbenen Douglas DC-8-32 via Athen nach Nairobi.
17. Dezember 1973
Aus Zaîre kommend, treffen bei Jet Aviation Basel zwei Canadair Yukon (Militärversion der Canadair CL-44) ein. Die Maschinen werden im Auftrag der Societé Génerale d’Alimentation (SGA) auf deren zivile Bedürfnisse umgerüstet.
1974
1974
Als Folge der Ölkrise und der in die Höhe schnellenden Treibstoffpreise streichen verschiedene Gesellschaften wie SAS, Swissair und British Airways einige Kurse ab Basel-Mulhouse.
17. März
1974 Phoenix Airways muss den Betrieb einstellen und wird kurz danach Konkurs anmelden.
13. April 1974
Die neugegründete Transvalair nimmt den Betrieb ab Sion und Basel-Mulhouse mit vorerst einer Canadair CL-44 auf.
17. Mai 1974
An Bord einer Boeing 707-320B der Varig trifft die brasilianische Fussball-Nationalmannschaft ein. Sie ist auf dem Weg zur Weltmeisterschaft in Deutschland und wird in Basel ein Freundschaftsspiel gegen den FC Basel austragen.
17. Mai 1974
Air France kommt erstmals mit ihrem neuen Airbus A300B2 F-BVGA nach Basel-Mulhouse.
Juni 1974
Die Unterzeichnung des Staatsvertrag jährt sich zum 25. Mal. Leider wird der Anlass weder durch die Politik, noch durch die Flughafendirektion entsprechend gewürdigt.
September 1974
Das im Laufe des Sommers gestartete Projekt einer Frachtlinie der Austrian Air Transport (AAT, Charter-Tochtergesellschaft der AUA) mit der Douglas DC-8-63F (OE-IBO) nach Hongkong scheitert an verkehrsrechtlichen Problemen mit dem Monopolisten Swissair.
9. Oktober 1974
Mit einer Britten-Norman BN-2A Islander nimmt das Taxi-Flugunternehmen Air Sea Service den Betrieb auf.
1. November 1974
Air France bedient den neuen Flughafen Paris-Charles de Gaulle, vorerst mit einer 16plätzigen, von Air Alsace gecharterten Aérospatiale SN.601 Corvette.
1975
13. Januar 1975
Aus Biggin Hill kommend, landet zum letzten Mal eine Douglas DC-7C in Basel-Mulhouse. Die Maschine der Air Management Inc. fliegt am nächsten Tag mit fünfzehn Tonnen Fracht nach Damaskus weiter.
31. März 1975
Itavia stellt ihre Flüge von und nach Milano-Linate aus wirtschaftlichen Erwägungen ein.
14. April 1975
Der amerikanische Pharmakonzern Eli Lilly Corp. liefert mit der firmeneigenen Boeing 707-320C nun oft Produkte aus Indianapolis. Die Fracht ist für das europäische Zweigwerk in der Nähe von Strassburg bestimmt.
5. Mai 1975
Die Schweizerische Rettungsflugwacht (REGA) eröffnet eine Basis auf dem Flughafen.
17. Mai 1975
Erstmals auf einem Schweizer Flughafen überhaupt, landet ein Vollfrachter des Typs Boeing 747-100F in Basel-Mulhouse. Sie wird durch die TMA of Lebanon auf ihren Flügen von Beirut via Basel-Mulhouse und Amsterdam in die USA eingesetzt.
Juni 1975
Ab Mitte Juni 1975 bietet die Air France erstmals Saisonlinien mit Boeing 727-200 nach Nice und dem algerischen Constantine an.
August bis Oktober 1975
Die bulgarische Balkan Air fliegt mit Tupolev Tu-134 nach der aufstrebenden Ferienregion von Burgas am Schwarzen Meer.
1. November 1975
Die Douglas DC-10-30 HB-IHH der Swissair wird in Basel-Mulhouse auf den Namen «Basel-Stadt» getauft.
1976
1. Januar 1976
Die Landegebühren auf dem Flughafen Basel-Mulhouse werden um rund ein Drittel erhöht.
28. März 1976
Ab dem 28. März 1967 gilt in Frankreich die Sommerzeit, nicht aber in der Schweiz. Dies führt zur absurden Situation, dass die Uhren im französischen Sektor gegenüber denen im Schweizer Sektor um eine Stunde vorausgehen.
8. Mai 1976
Der Flughafen feiert seinen dreissigsten Geburtstag. Mit einer Aviation Traders ATL-98 Carvair der BAF sowie einer Douglas DC-9-32 der Swissair werden Rundflüge durchgeführt. Mehr als 25'000 Besucherinnen und Besucher sowie nahezu 6'000 Privatfahrzeuge werden gezählt.
26. Juli 1976
Die von Air Sea Service in Belgien erworbene Convair CV-440 Metropolitan HB-IMU trifft ein.
September 1976
Ab dem 15. September1976 fliegt die argentinische Transportes Aéreos Rioplatense (TAR) mit Canadair CL-44 vierzehntäglich nach Buenos Aires. Ab Juni 1978 wird sie auch Boeing 707-320C einsetzen.
7. Oktober 1976
Erstmals seit über zehn Jahren landet eine Lockheed L-749 Constellation. Die Maschine der Lanzair fliegt einige Tage später eine elektrische Anlage nach Lomé in Togo.
9. Oktober 1976
Wegen Nebels in Zürich landet erstmals eine Boeing 747SP der South African Airways (SAA) in Basel-Mulhouse.
31. Oktober 1976
KLM und Seaboard World Airways (SWA) geben ihre Frachtflüge ab Basel-Mulhouse auf den Beginn des Winterflugplans auf. Ebenfalls eingestellt wird die Autofähre der BAF British Air Ferries nach Southend-on-Sea. Als Ersatz fliegt mehrmals wöchentlich ein Handley Page Dart Herald der BAF in einer Kombiversion (Passagiere und Fracht) auf dieser Strecke.
7. November 1976
Die Baslerinnen und Basler stimmen beim zweiten Anlauf der Kreditvorlage für eine Verlängerung der Hauptpiste auf 3'900 Meter zu.
1977
26. Januar 1977
Der Bundesrat bewilligt 12,3 Millionen Schweizer Franken als Beitrag des Bundes an die Verlängerung der Hauptpiste.
Februar 1977
Nachdem das neue Treibstofflager fertiggestellt ist, kann Mitte Februar ein neuer Rollweg in Betrieb genommen werden.
März 1977
Das Projekt einer neuen Chartergesellschaft namens Clipper Airways wird im März der Presse vorgestellt. Die Airline soll mit zwei Boeing 727-100C fliegen, wird jedoch in dieser Form nicht abheben.
27. April 1977
Cyprus Airways eröffnet eine wöchentliche Frachtlinie ab London-Luton über Basel-Mulhouse nach Larnaca. Eingesetzt wird vorerst eine von Aer Turas gemietete Bristol Britannia 253F.
Sommer 1977
Im Sommer 1977 kommt es zu einem regelrechten Frachtboom nach Westafrika. Fast täglich starten Boeing 707-320C, Douglas DC-8F und andere Flugzeuge nach Destinationen in Nigeria und Togo.
Winterflugplan 1977
Für den Winterflugplan kündigt Rotterdam Airlines Linienflüge ab Rotterdam via Luxembourg nach Basel-Mulhouse an, doch werden diese nie aufgenommen.
16. Dezember 1977
Der Sultan von Oman, Quaboos Bin Said, lässt mit seiner privaten Vickers VC-10 einen zuvor in Genf ersteigerten Teppich abholen.
1978
31. Januar 1978
Im Januar 1978 muss Air Sea Service ihre Linienflüge nach Luxembourg einstellen, da diese – gemäss letztinstanzlichem Entscheid – keinem Bedürfnis entsprechen würden.
1. April 1978
Mit Beginn des Sommerflugplans 1978 verbindet die KLM Basel-Mulhouse mit Amsterdam.
Mai 1978
Ab Ende Mai 1978 können wegen den Bauarbeiten am Nordende der Hauptpiste 300 Meter der Startbahn vorübergehend nicht benützt werden.
1. Juni 1978
Air Sea Service nimmt eine Verbindung nach München auf. Sie ist nach der Swissair erst die zweite Schweizer Fluggesellschaft, die Linienflüge durchführen darf. Eingesetzt wird vorerst eine Britten-Norman BN-2A Islander.
1. November 1978
Die Lufthansa nimmt Basel-Mulhouse in ihr Streckennetz auf. Mit den von DLT betriebenen Short 330 werden München und Frankfurt werktäglich ein- bzw. zweimal täglich angeflogen.
1. November 1978
Air Sea Service ersetzt auf ihren Flügen nach München die Britten-Norman BN-2A Islander durch eine grössere, australische GAF Nomad.
28. Dezember 1978
Die auf 3'900 Meter verlängerte Hauptpiste 16/34 wird eröffnet. Den ersten Start führt die Douglas DC-6A/C HB-IBS der Balair aus.
1979
4. Februar 1979
Aus Long Beach, Kalifornien ist die werksneue Douglas DC-10-30 HB-IHK der Balair eingetroffen.
Februar 1979
Die Bauarbeiten zur Vergrösserung des Frachthofes beginnen. Zuerst wird der Bürotrakt vergrössert, später die Frachthalle gebaut. Die Arbeiten kosten rund 14,2 Millionen Franken und dauern bis Anfang 1981.
28. April 1979
Zur feierlichen Eröffnung der verlängerten Hauptpiste landet erstmals eine Concorde der Air France in Basel-Mulhouse. Die Swissair entsendet eine Douglas DC-10-30.
16. Mai 1979
Im Fussballstadion St. Jakob findet das Europacup-Finalspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und dem FC Barcelona statt. Insgesamt landen 15 Sonderflüge, darunter auch eine Douglas DC-10-30 der Spantax.
26. Juli 1979
Aus San Antonio, Texas trifft die als HB-LLB registrierte zweite Swearingen Metro II der Crossair ein.
August 1979
Neben den Hangars beginnen die Bauarbeiten für eine CHF 5,5 Millionen teure Umschlagshalle für Gemüse mit 3'500 m2 Fläche. Künftige Betreiber sind die Lieblich AG und die israelische Agrexco.
2. Oktober 1979
Mit der G-BDIF landet zum letzten Mal ein De Havilland Comet in Basel-Mulhouse. Dieser Comet 4C dient bei Dan-Air London nur noch als Reserveflugzeug und ersetzt auf diesem Umlauf aus London-Gatwick eine defekte BAC 111-500 One-Eleven.
19. November 1979
Die Bristol Britannia 300F 5Y-AYR der Gaylan Air Cargo wird eine Ladung Bibeln nach Conakry liefern. Es ist dies der letzte Besuch einer Maschine dieses Typs in Basel-Mulhouse.
1980
1980
Anfangs 1980 kann die Flugsicherung ein Sekundärradar-System in Betrieb nehmen. Es ergänzt das veraltete Primärradar.
31. Januar 1980
Turkish Airlines stellt ihren samstäglichen Linienflug nach Ankara und Istanbul nach nur drei Monaten ersatzlos ein.
1. April 1980
Air Sea Service nennt sich neu Rhineair und versucht einen Neustart mit ihren australischen Kleinverkehrsflugzeugen des Typs GAF Nomad.
Sommerflugplan 1980
Crossair kann ihre im Sommerflugplan 1980 vorgesehenen Flüge nach Mailand-Linate, Bern und Düsseldorf mangels Verkehrsrechten nicht aufnehmen.
1. April 1980
Lufthansa eröffnet eine werktägliche Verbindung nach Düsseldorf. Geflogen wird mit Fokker F27 Friendship der DLT.
11. August 1980
Rhineair übernimmt die erste von zwei Nord 262, welche von der französischen TAT erworben wurden.
12. Dezember 1980
Im zweiten Anlauf nimmt Clipper International tatsächlich noch vor Ende 1980 den Betrieb auf. Mit der in Ghana registrierten Boeing 707-320C 9G-ACR erfolgt der Erstflug nach Mogadischu in Somalia.
13. Dezember 1980
Air France startet mit Boeing 747-100 jeden Samstag nach Pointe-à-Pitre und Forte-de-France und steigt im Rahmen ihrer «Vol Vacances» auch ab Basel-Mulhouse ins Langstreckengeschäft ein.