Terminalerweiterung am EuroAirport schafft wichtigen Schritt
27.10.2026 EAP Ausbau Zubringer Landseite
(EuroAirport / WS) Die Regierungsräte der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft sowie die französische Zivilluftfahrtbehörde (DGAC) haben der landseitigen Erweiterung des Terminals am EuroAirport mit Bauinvestitionen von rund 157 Millionen Euro zugestimmt. Damit ist ein wichtiger Schritt zur Umsetzung dieses zentralen Modernisierungsprojekts erfolgt. Der Beginn der Bauarbeiten ist für das dritte Quartal 2027 vorgesehen, der Abschluss gegen Ende 2031. Die Finanzierung erfolgt vollständig durch den EuroAirport selbst.
Die Modernisierung der Infrastruktur und die Verbesserung des Reiseerlebnisses gehören zu den strategischen Prioritäten des EuroAirport. Im Rahmen eines mehrjährigen Programms investiert der Flughafen über einen Zeitraum von sieben Jahren insgesamt mehr als 600 Millionen Euro in unterschiedliche Infrastrukturprojekte. Rund die Hälfte dieser Mittel ist für Massnahmen zur Verbesserung der Dienstleistungsqualität vorgesehen.
Die landseitige Erweiterung des Terminals mit einem Investitionsvolumen von gut 157 Millionen Euro ist das zentrale Projekt in dieser Qualitätsoffensive. Ziel ist es, die bestehende Infrastruktur umfassend zu modernisieren, die betrieblichen Abläufe zu optimieren und die Service- und Aufenthaltsqualität für Passagiere sowie Besucherinnen und Besucher nachhaltig zu steigern.
Das Projekt umfasst einen Neubau von rund 14'000 m² an der öffentlich zugänglichen Ostfassade des Terminals sowie umfassende Renovierungsarbeiten auf rund 15'000 m² im bestehenden Gebäude.
Die Sicherheitskontrollen sollen im neuen Gebäude zusammengeführt und die Passagierwege einfacher gestaltet werden. Gleichzeitig werden die Voraussetzungen geschaffen, um das gastronomische Angebot und den Duty-Free-Bereich attraktiver zu gestalten.
Im Mittelpunkt des Projekts steht die qualitative Verbesserung der bestehenden Infrastruktur. Mit der landseitigen Terminalerweiterung werden keine zusätzlichen Kapazitäten zur Abfertigung von Flugzeugen geschaffen.
Mit der Zustimmung der zuständigen Stellen in Frankreich und der Schweiz ist nun ein wichtiger Schritt im Genehmigungsverfahren erfolgt. Gemäss den Bestimmungen des Staatsvertrags zum EuroAirport muss der Investitionsbeschluss des Flughafenverwaltungsrats von den zuständigen Behörden in der Schweiz und in Frankreich genehmigt werden. Auf schweizerischer Seite erfolgt dies durch den Bund, im Einvernehmen mit den beiden Kantonen, auf französischer Seite durch die DGAC.
Auch die Zufahrten werden komplett neu organisiert werden. Die heutigen Zufahrtsrampen und Bushaltestellen müssen dem Neubau weichen. Geplant sind zwei neue Verkehrsdrehscheiben.
Der Bund hat in seinem Prüfbericht zum Agglomerationsprogramm dieses Projekt vom A- in den B-Horizont zurückgestuft. Bleibt es dabei, entfallen Bundesbeiträge von 7,4 Millionen Franken. Anders als bei anderen zurückgestuften Basler Projekten ist mangelnde Planungsreife hier nicht das Problem. Agglo Basel-Geschäftsführer Patrick Leypoldt vermutet im negativen Prüfbericht ein Missverständnis. Der Bau der Haltestellen kann nicht nach hinten verschoben werden, da er für das neue Terminal zwingend ist. Der Verein Agglo Basel, der die Projekte im Aggloprogramm unter anderem im Auftrag der Kantone vorantreibt, hat deshalb beim Bund beantragt, den Finanzierung der Haltestellen doch vorzuziehen. Leypoldt ist zuversichtlich, dass diese Forderung in Bern Gehör findet.
Der EuroAirport treibt die Vorbereitungen für die Umsetzung des Projekts weiter voran. Der Beginn der Bauarbeiten ist für das dritte Quartal 2027 vorgesehen, der Abschluss gegen Ende 2031.
Bei der Planung und Umsetzung wird grosser Wert auf eine hochwertige und nachhaltige Infrastruktur gelegt. Das Projekt EMT verfolgt das Ziel, eine hohe Energieeffizienz zu erreichen, die BREEAM-Zertifizierung «Excellent» zu erlangen und den CO₂-Fussabdruck des Gebäudes gezielt zu minimieren. Damit sollen ökologische Aspekte systematisch in die Planung und Umsetzung des Vorhabens einfliessen.