Die Sanierung der Hauptpiste 15/33 kommt gut voran

03.05.2026    EAP Betrieb         

Bedingt durch die Belastung bei Landungen und Starts müssen Pisten und Rollwege in grösseren Abständen neu aufbereitet werden, wobei jeweils auch die technischen Einrichtungen wie Beleuchtung und Drainage erneuert werden. 

Der erste Teil der Hauptpiste am Flughafens Basel-Mulhouse wurde 1953 in Betrieb genommen und schon bald verlängert, um auch die aufkommenden viermotorigen «Grossflugzeuge» aufzunehmen. 1978 wurde die Piste auf die heutigen 3900 Meter verlängert. 1991 wurde der südliche Abschnitt der Piste saniert, 2006/2011 der nördliche Abschnitt. Bei diesen Arbeiten, die grösstenteils nachts durchgeführt wurden, konnte die verkürzte Piste weiterhin genutzt werden.

2026 werden nun die mittleren 1500 Meter erneuert, was nur mit einer Schliessung der Piste möglich ist. Zudem wird der Rollweg (Taxiway) «Bravo» vom Tarmac bis zur Pistenschwelle 15 auf einer Länge von 2100 Metern vollständig erneuert und mit einem neuen Asphaltbelag versehen. Die Hauptphase der Sanierung wurde seit 2024 vorbereitet und findet nun in einem sehr engen Zeitplan statt. Der durch den EuroAirport selbst zu tragende Aufwand beläuft sich auf rund 40 Millionen Euro.

Gut erkennbar auf den Bildern, wird auf dem zu sanierenden Pistenstück von 1500 Metern lediglich der mittlere Bereich erneuert, der durch die Fahrwerke der Flugzeuge bei Start und Landung belastet wird. Die bestehende Betondecke wird dort vollständig ersetzt. Rund 16’000 m3 Beton und zusätzlich etwa 40'000 Tonnen Asphalt für den Taxiway Bravo werden verbaut. Die Piste wird gleichzeitig verstärkt, da die neue Betonschicht 38 statt wie bisher 35 Zentimeter aufweisen wird. Die Betonplatten werden zudem auf 4 x 4 Meter verkleinert, um Spannungen besser aufzunehmen und die strukturelle Stabilität zu erhöhen. Damit sollte dieser Pistenbereich für die nächsten 30 Jahre nutzbar sein.

Die Sanierung während der Nachtstunden wäre logistisch kaum umsetzbar gewesen. Sie hätte mindestens 400 Nächte in Anspruch genommen, wobei die Baustelle jeden Abend auf- und am Morgen wieder abgebaut werden müsste. Deshalb entschied sich die Direktion des EuroAirport für eine vollständige Sperrung für insgesamt 36 Tage. Auch der Zeitpunkt wurde bewusst gewählt, da im Winter die Temperaturen zu tief gewesen wären und die Sperrung im Sommer die Hochsaison des Flugverkehrs gestört hätte.

Dank des trockenen Wetters sind die Arbeiten bis Ende April deutlich schneller vorangekommen als geplant. Der Aushub erfolgte rasch, und die grossen Betonmaschinen konnten effizient arbeiten. Sie haben die Baustelle bereits wieder verlassen. In Spitzenzeiten arbeiteten bis zu 1000 Personen gleichzeitig auf der Baustelle. 

In den kommenden Tagen werden Entwässerungsrillen auf der Piste eingefräst. Diese sorgen dafür, dass das Regenwasser schneller abfliesst und reduzieren dadurch das Risiko von Aquaplaning. Auch werden die neu mit LED-Elementen ausgeführten Beleuchtungen fertiggestellt, wobei der Taxiway Bravo auch eine Mittellinien-Beleuchtung erhalten wird.

Der EuroAirport stellt ein Video mit Drohnen-Aufnahmen zur Pistensanierung und den interessantestan Arbeitsphasen auf vimeo zur Verfügung.

 

Bevor die Piste wieder in Betrieb genommen werden kann, wird noch die Abnahme durch die französische Luftfahrtbehörde (DGAC) durchgeführt. Verläuft alles nach Plan, werden die Flugzeuge ab dem 21. Mai 2026 wieder normal verkehren.